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Reflux und Sodbrennen: Es muss nicht so bleiben.

Wenn Magensäure immer wieder in die Speiseröhre steigt, brennt es hinter dem Brustbein, im Hals, manchmal bis in den Mund. Für die meisten Betroffenen gibt es eine Lösung – vom richtigen Abendessen bis zum kleinen Eingriff, der die Ursache behebt.

Bei Reflux steigt Magensaft mit pH 1–2 in die Speiseröhre, deren Schleimhaut auf etwa pH 7 eingestellt ist. Das brennt – und kann die Schleimhaut auf Dauer schädigen.
  • Rund jeder fünfte Erwachsene hat regelmäßig Reflux­beschwerden
  • Säureblocker lindern – den Rückfluss stoppen sie nicht
  • Moderne Reflux-Operationen erfolgen per Schlüsselloch
  • Erstberatung durch Reflux-Spezialisten – kostenlos

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Mehr als nur Sodbrennen: Was ist Reflux?

„Reflux“ ist lateinisch und heißt Rückfluss. Gemeint ist saurer Mageninhalt, der zurück in die Speiseröhre fließt. Das passiert gelegentlich jedem. Wird es zum Dauerzustand, sprechen Ärzte von der gastroösophagealen Refluxkrankheit (GERD).

Meist liegt es an der Barriere zwischen Speiseröhre und Magen: Der untere Schließmuskel schließt nicht mehr dicht – oft, weil ein Teil des Magens durch eine Lücke im Zwerchfell nach oben gerutscht ist (Hiatushernie). Dauerhafte Säure kann die Speiseröhre entzünden (Refluxösophagitis) und auf lange Sicht ihre Schleimhaut verändern.

Alle Symptome der Refluxkrankheit

Hiatushernie (Zwerchfellbruch) Der obere Teil des Magens ist durch die Lücke im Zwerchfell in den Brustraum gerutscht. Der Schließmuskel liegt oberhalb des Zwerchfells und kann nicht mehr dicht schließen. Speiseröhre Schließmuskel Zwerchfell Magen

Reflux-Selbstcheck: Ist Ihr Sodbrennen noch normal?

Fünf Fragen, eine Minute. Der Check zeigt, ob Ihre Beschwerden eher harmlos sind oder ob ein Gespräch mit einem Spezialisten sinnvoll ist. Ihre Antworten verlassen Ihren Browser nicht.

Haben Sie mehr als zweimal pro Woche Sodbrennen oder saures Aufstoßen?
Wachen Sie nachts wegen Brennen, Husten oder saurem Geschmack auf?
Nehmen Sie seit mehr als acht Wochen Säureblocker – oder helfen sie nicht ausreichend?
Haben Sie häufig Heiserkeit, Räuspern oder trockenen Husten ohne Erkältung?
Haben Sie Schluckbeschwerden, ungewollt abgenommen, Blut erbrochen oder schwarzen Stuhl?

Was hilft? Die Behandlung in vier Stufen

Die meisten Menschen kommen mit Alltagsänderungen und Medikamenten gut zurecht. Wer die Tabletten nicht dauerhaft nehmen möchte oder bei wem sie nicht reichen, für den kann eine Operation die Ursache beseitigen – statt nur die Säure zu dämpfen.

Was Sie selbst tun können

Kaffee, Zitrusfrüchte, scharfe Gewürze, Pfefferminze, Kohlensäure, fettes Essen und Schokolade sind häufige Auslöser. Kleine Portionen, Bewegung und weniger Stress lindern bei vielen Betroffenen die Beschwerden spürbar. Wer zusätzlich Übergewicht abbaut, entlastet den Magen am meisten.

Häufige Fragen

Ab wann ist Sodbrennen behandlungsbedürftig?

Wenn Sodbrennen oder saures Aufstoßen mehr als zweimal pro Woche auftreten, Sie nachts weckt oder Ihren Alltag einschränkt, sollten Sie es ärztlich abklären lassen. Schluckbeschwerden, ungewollter Gewichtsverlust, Bluterbrechen oder schwarzer Stuhl sind Warnzeichen – dann bitte sofort zum Arzt.

Ist Reflux gefährlich?

Reflux selbst ist nicht akut lebensbedrohlich. Dauerhafte Säure kann aber die Speiseröhre entzünden, Narben und Engstellen verursachen und die Schleimhaut verändern (Barrett-Ösophagus), was das Risiko für Speiseröhrenkrebs erhöht. Deshalb sollte chronisches Sodbrennen untersucht werden.

Helfen Säureblocker dauerhaft?

Protonenpumpenhemmer wie Pantoprazol oder Omeprazol senken die Säure und lindern die Beschwerden zuverlässig. Den Rückfluss selbst stoppen sie nicht. Liegt ein schwacher Schließmuskel oder ein Zwerchfellbruch vor, kehren die Beschwerden nach dem Absetzen häufig zurück.

Wann kommt eine Reflux-Operation infrage?

Wenn Medikamente nicht ausreichend helfen, Sie sie nicht ein Leben lang nehmen möchten, Mageninhalt auch ohne Säure zurückfließt (Volumenreflux) oder ein größerer Zwerchfellbruch vorliegt. Voraussetzung ist eine gründliche Diagnostik mit Magenspiegelung, pH-Messung und Druckmessung der Speiseröhre.

Was passiert mit meiner Anfrage?

Ihre Angaben gehen ausschließlich an die von Ihnen gewählte Partnerklinik. Ein Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin meldet sich telefonisch oder per E-Mail, beantwortet Ihre Fragen und vereinbart auf Wunsch einen Termin. Die Anfrage ist kostenlos und unverbindlich.